Verbrennst Du noch oder stromst Du schon?

Neues Förderprogramm „Elektro-Mobilität (E-Mobi!)“ geht an den Start

Mithilfe des neuen Förderprogramms zur Förderung der Elektro-Mobilität soll ein weiterer Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele der Diözese Rottenburg-Stuttgart geleistet werden. Sie strebt im Bereich der Mobilität eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 20 Prozent bis 2025 an. Die geplanten Maßnahmen sollen u.a. als Denkanstoß und Beitrag zur Verkehrs- und Mobilitätswende dienen,  zur Einsparung von fossilen Treibstoffen beitragen, und den (lokalen) CO2-, Stickoxid- sowie Feinstaub-Ausstoß  kirchlicher Einrichtungen reduzieren – denn erneuerbarer Strom ist je nach Förderung Voraussetzung bzw. ausdrücklich empfohlen.Der Förderzeitraum ist für die Jahre 2019 und 2020 angesetzt.
Die Förderrichtlinie zum geplanten Programm Elektro-Mobilität – E-Mobi! finden Sie in der Dezember-Ausgabe des kirchlichen Amtsblatts der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Die entsprechenden Antragsformulare finden Sie am Seitenende!

Was wird gefördert?

Das Programm E-Mobi! fördert im Rahmen der Umsetzung des diözesanen Klimaschutzkonzepts die Elektro-Mobilität. Es wird einerseits die Ladeinfrastruktur-Beratung, Fördermaßnahme (FM) 1a, und darauf aufbauend der Kauf von Ladeinfrastruktur (LIS), Fördermaßnahme 1b, d.h. Ladepunkte, -säulen, etc., für Elektroautos gefördert. Andererseits wird der Kauf elektrounterstützter Fahrräder für dienstliche Zwecke, Fördermaßnahme 2, finanziell unterstützt. Die Beratung durch einen LIS-Experten soll die Hemmschwelle senken, sich mit der komplexen Thematik auseinanderzusetzen. Sie umfasst eine elektrotechnische Beratung und eine Bedarfsanalyse.

Wie wird gefördert?

FM 1a) Beratungsdienstleistung durch die KSE („Gesellschaft zur Energieversorgung der kirchlichen und sozialen Einrichtungen“) mithilfe „KlimaMobil Konzept Standard Plus“ zu einem um 50% reduzierten Preis.

FM 1b) Der Kauf von Ladeinfrastruktur nach vorhergehender Beratung „Standard Plus“ wird zu 50% gefördert. Die maximale Fördersumme beträgt 10.000 Euro je antragstellende Institution.

FM 2) Der Kauf ausschließlich dienstlich genutzter, elektrisch unterstützter Fahrräder (S-/Pedelecs, Lastenräder, E-Bikes, …) wird zu 50% gefördert. Die max. Fördersumme beträgt 10.000 Euro je antragstellende Institution, in bestimmten Ausnahmefällen durch Abwracken eines fossilen KFZ 12.500 Euro.

Die Förderung endet, wenn die zur Verfügung stehenden Fördermittel ausgeschöpft sind. Sofern möglich sollen öffentliche Fördermittel zusätzlich in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen zu den Förderkriterien und Rahmenbedingungen im einzelnen entnehmen Sie bitte der „Förderrichtlinie E-Mobi!“.

Welche Institutionen sind im Fokus der Förderung?

Eine Förderung können Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen in Trägerschaft der verfassten Kirche, d.h. kirchliche Sozialstationen, kirchliche Bildungs-, Jugend- und Tagungshäuser sowie Verwaltungseinrichtungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart erhalten. Zudem können auch Schulen der Schulstiftungen beantragen. Eine kirchengemeindliche Beteiligung an der Institution bzw. Stiftung sollte größer als 50% sein.
Nicht gefördert werden können u.a. caritative Einrichtungen und Verbände sowie kirchliche Krankenhäuser sowie Einzelpersonen.

Weitere Informationen zur Förderung E-Mobilität,
die laufend ergänzt werden – hier freuen wir uns auch auf Ihre Hinweise:

Öffentliche Förderung der Elektromobilität:

  • Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg - Charge@BW – (momentan) leider keine Kombinationsmöglichkeit mit der DRS-Förderung E-Mobi!
  • Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg - Landesförderung für E-Fahrzeuge (BW-e-Gutschein) für Pflegedienste und Sozialstationen
  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) – Umweltbonus für E-Autos 

Was kann ich jetzt tun?

Die Antragsformulare zum neuen Förderprogramm zum Download:

Unsere Tipps:

  • Prüfen Sie die Förderrichtlinie E-Mobi! im Kirchlichen Amtsblatt  sorgfältig und lesen Sie nach, ob Ihre Institution bzw. Einrichtung laut Richtlinie und o.g. Fokus für eine Förderung in Frage kommt.
  • Nehmen Sie Ihren Fahrzeugbestand bzw. Mobilitätsverhalten genauer unter die Lupe! Fahrzeuge mit hohem Spritverbrauch, „Kurzstrecken-Fahrzeuge“, geplante bzw. anstehende Neuanschaffungen sind von besonderer Relevanz und sprechen ggf. für einen Umstieg auf E-Mobilität, und damit für eine Beratung und ggf. Kauf von Ladeinfrastruktur.
    Beachten Sie bitte: E-Auto-Käufe können nicht gefördert werden! Hier bitte Umweltbonus bei der BAFA beantragen.
  • Prüfen Sie auch, ob Sie für den Großteil Ihrer Dienstreisen nicht entschleunigter, klimaschützender an Ihr Ziel kommen, z.B. via (elektro-unterstützte) Fahrräder, ÖPNV oder Sie auf elektronische Medien umsteigen können (Videokonferenz, Telefonkonferenz,…)
  • Gehen Sie auf kirchliche Nachbarn und Gebäudemitnutzer zu und fragen, ob man nicht zusammen eine Beratung hinsichtlich LIS in Anspruch nehmen möchte, um durch Synergieeffekte die Kosten für die Beratung als auch den Kauf von LIS zu reduzieren. Dies ist v.a. für Mieter interessant. Darüber hinaus: Fühlen Sie rechtzeitig vor, ob Ihr Vermieter eine (langfristiges) Interesse an LIS hat. Eine schriftliche Bestätigung ist im Späteren Voraussetzung, da LIS nur bei mehrjähriger Standzeit sinnhaft ist – nicht nur aus ökologischen Gesichtspunkten sondern auch aus ökonomischen.
  • Stellen Sie rechtzeitig einen vollständigen, d.h. alle nötigen Angaben und Dokumente enthaltenden Förderantrag und helfen Sie die Mobilitätswende weiter voranzutreiben mit einhergehender Reduktion klimaschädlicher CO2-Emissionen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.